CBI, IPD und SIPPO arbeiten seit Jahrzehnten erfolgreich zusammen

Zusammenarbeit CBI, IPD, SIPPO

CBI blickt auf 50 Jahre erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit zurück. Diese Zeitspanne war zu einem Teil auch geprägt von der Zusammenarbeit mit SIPPO und IPD, bei verschiedenen Projekten, im TRIC Netzwerk oder bei der Entwicklung der Trade Promotion Academy. Ein Rückblick mit Dick de Man (ehemaliger CBI-Direktor), Fabienne-Alexia Müller, Programmdirektorin SIPPO, und Julia Bellinghausen, Leiterin von IPD.

Dick de Man ist der ehemalige Direktor der CBI. Im Jahr 2010 gründete er ein Netzwerk von Regierungsorganisationen, die Exporte aus Entwicklungsländern fördern. Heute arbeitet CBI im Rahmen der Partnerschaft Trade Related Instruments Connected (TRIC) mit neun weiteren Organisationen zusammen. Zwei der engsten Partner von CBI sind das Schweizer Importförderungsprogramm (SIPPO) und der deutsche Import Promotion Desk (IPD). Die Organisationen treffen sich regelmässig, um Marktinformationen, bewährte Verfahren und Zukunftsvisionen auszutauschen.

Es braucht ein Netzwerk, um Marktinformationen zu sammeln

SIPPO war eine der ersten Organisationen, an die sich Dick de Man wandte. Programmdirektorin Fabienne-Alexia Müller sagt: "Damals hatten beide Organisationen Projekte in denselben Ländern und Sektoren. Wir besuchten dieselben Messen, und es gab einen freundschaftlichen Wettbewerb, wer welche Herausforderung annimmt". Beide Organisationen waren immer auf der Suche nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Im Jahr 2010 unterzeichneten sie eine Partnerschaftsvereinbarung, um bei der Entwicklung von Marktinformationen enger zusammenzuarbeiten. Später bot das TRIC-Netzwerk die perfekte Gelegenheit, weitere Partner der Handelsförderung zusammenzubringen.

Dr. Julia Bellinghausen, Leiterin von IPD, beschreibt, wie die erste Zusammenarbeit von IPD mit CBI auf Messen zustande kam. "2013 waren wir ein Startup mit 3 bis 4 Leuten. Wir arbeiteten noch nicht direkt mit Unternehmen zusammen. Aber unser Ziel war es zu zeigen, dass das Modell der Exportförderung funktioniert. Der Beitrag von CBI war dafür entscheidend." Die deutsche Organisation ist seither gewachsen und arbeitet weiterhin eng mit CBI zusammen. "Das IPD unterstützt nicht nur Exporteure, sondern arbeitet auch direkt mit Importeuren zusammen. Wir bringen CBI oft mit deutschen Käufern für die von ihnen unterstützten Unternehmen in Kontakt", sagt Julia Bellinghausen. "Eine weitere Aufgabe, bei der wir zusammenarbeiten, ist die Entwicklung von Produktdatenblättern mit Marktinformationen. Wir haben eine bestimmte Struktur und ein bestimmtes Format, und wenn es Aktualisierungen zu den Datenblättern gibt, teilen wir diese Informationen."

Unterschiedliche Schwerpunkte kommen immer noch denselben Menschen zugute

Jede Organisation hat einen anderen Schwerpunkt, aber Julia Bellinghausen erklärt, dass es viele gemeinsame Interessen gibt. "Da wir mit ähnlichen Gruppen wie Exporteuren und BSOs arbeiten, ist es hilfreich, sich abzustimmen und gemeinsame Standards festzulegen." Fabienne-Alexia Müller fügt hinzu: "Die Handelsparameter ändern sich. Zum Beispiel hatten wir zu Beginn der COVID-19-Pandemie einen intensiven Austausch mit den TRIC-Mitgliedern darüber, wie wir mit der Pandemie umgehen sollten. Das war sehr wertvoll und half uns allen, die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen."

Ein weiteres wichtiges gemeinsames Projekt war die Zusammenarbeit für die Trade Promotion Academy (TPA). "Die TPA wurde zusammen mit dem International Trade Centre unter der Leitung von SIPPO entwickelt. Es handelt sich um eine E-Learning-Plattform, die Wissen über Exportförderung und Marktzugang vermittelt", erklärt Fabienne-Alexia Müller. "CBI und IPD haben bei der Erstellung der Inhalte für die E-Learning-Module zusammengearbeitet. Die Kurse sind eine Möglichkeit für BSOs, ihre Unternehmen besser zu unterstützen, ihnen zu helfen, ihre Marktpräsenz zu erweitern und eine stärkere Position auf den Exportmärkten einzunehmen. Das Wissen, das wir zusammengebracht haben, ist äusserst wertvoll."

Die Wirkung ist grösser, wenn wir zusammenarbeiten

Zum Thema künftige Zusammenarbeit sagt Julia Bellinghausen: "Ich hoffe, dass wir weiterhin Themen identifizieren können, bei denen wir zusammenarbeiten können. Da jede Organisation wächst, ist nicht jeder über unsere Geschichte und Partnerschaft informiert. Es ist wichtig, dass jeder sie versteht. Auf diese Weise können wir Dinge besprechen, ohne dass uns die Bürokratie in die Quere kommt, und wir können sicherstellen, dass unsere Anstrengungen nicht umsonst sind." Fabienne-Alexia Müller fügt hinzu: "Wir müssen uns alle darüber im Klaren sein, wo wir hinwollen und wohin wir die Entwicklung des Handels führen müssen. In einer sich wandelnden Welt ist es entscheidend, die Kräfte zu bündeln. Manchmal kann man dadurch langsamer vorankommen, aber letzten Endes macht es den Fortschritt stabiler und die Wirkung grösser."